NABU-PREETZ-PROBSTEI
Die Obstwiese des NABU Preetz-Probstei
Seit 1985 betreibt der NABU eine Obstwiese am Sieversdorfer Weg (Gorch-Fock-Straße) in Preetz. Die Nutzung erfolgt mit Erlaubnis der Eigentümer der Fläche nun also schon mehr als 30 Jahre. Seinerzeit bekam die Ortgruppe 50 Hochstammobstbäume von der Firma Bredereck geschenkt. Die Anzahl war eigentlich zu groß für ein Areal von knapp einem halben Hektar. Dennoch haben sich die meisten Bäume gut entwickelt und tragen reichlich Obst, meist Äpfel und Birnen. Es gibt eher seltene Sorten wie den Pommerschen Sternapfel (rot mit weißen Punkten). Der Augustapfel reift gelb leuchtend im Spätsommer. Der NABU bittet die Bevölkerung darum, dass nur geringe Obstmengen für den Eigenverbrauch entnommen werden. Der Großteil soll für die Tierwelt zur Verfügung stehen.
Die Fläche wird nicht gedüngt und nur einmal jährlich gemäht um die Verbuschung zu verhindern. Einzelne Bäume sind schon abgestorben und bleiben so stehen, weil tote Bäume ein wichtiges Biotop für Insekten und Vögel sind. Die Biomasse des Mähgutes wird entnommen um die Überdüngung zu begrenzen. Es gibt einen zentralen Totholzhaufen, der ein eigenes Biotop darstellt. Dort finden beispielsweise Igel einen Unterschlupf. Informationsschilder wiesen auf die wichtigsten Aspekte der Wiese hin.
Nisthilfen hängen an vielen Obstbäumen als Angebot für die dort zahlreichen Vogelarten.
Wer am Rand der Wiese am Weg genau hinschaut wird behauene Felssteine (ca. 30 cm hoch) sehen. Sie dienten in den Jahren nach 1906 der Vermessung der Kleinbahntrasse, die von Lütjenburg über Preetz nach Kirchbarkau führte.
Harald Christiansen
Informationstafel des NABU zur Blütezeit (Foto Harald Christiansen)
 Informationstafel des NABU zur Blütezeit (Foto Harald Christiansen)
Arbeitseinsatz zur Biotoppflege im August (Foto Harald Christiansen)
Arbeitseinsatz zur Biotoppflege im August (Foto Harald Christiansen)