NABU-PREETZ-PROBSTEI
Frosch und Kröte
Der Teichfrosch (Pelophylax esculentus oder Rana esculenta)
Merkmale: Die Männchen sind bis zu 8 cm, die Weibchen 9 – 10 (12) cm lang. Ihre Schnauze ist spitz und dasTrommelfell gut sichtbar. Der Froschkörper ist schlank mit ziemlich langen Beinen. Die Farbe ist grünlich mit unregelmäßigen Flecken und häufig auch mit hellem Längsstreifen auf dem Rücken.
Im Frühjahr und Sommer halten sie sich an den Ufern von Seen, Teichen und Flüssen auf. Sie sonnen sich gerne im Uferbereich oder auf den Blättern von Teichpflanzen. Bei Gefahr springen sie in das Wasser und tauchen ab, verstecken sich im Bodenschlamm. Hier überwintern sie auch, doch verbringen Jungtiere, manchmal auch Erwachsene, die kalte Jahreszeit am Ufer.
Nahrung: Insekten, Würmer, Kaulquappen, kleine Fische und Krebstiere.
Fortpflanzung: Erst im April/Mai beginnt die Balz und Paarung. Das Weibchen legt ihre Eier (bis zu 11 000 Stück) in Laichballen ab. Sie sind nicht an ein bestimmtes Gewässer gebunden und wechseln auch mal.

Der Moorfrosch (Rana arvalis) (Foto 1)
Merkmale: Er ist wenig länger als 7 cm und ähnelt dem Grasfrosch – auch beim schwarzen Schläfenband - unterscheidet sich aber von ihm durch die spitzer zulaufende Schnauze. Der Rücken ist hellbraun, rötlich braun oder grünlich. Mitunter hat er einen hellen Längsstreifen auf dem Rücken.
Fortpflanzung: Zur Paarungszeit im zeitigen Frühjahr (März) färbt sich das Männchen für einige Tage hellblau. Nun findet man die hellblauen Männchen in den Teichen, die Weibchen kommen später dazu. In März/April legen die Weibchen ca. 2000 Eier in Ballen ab, die auf den Boden des Gewässers sinken und dort liegen bleiben. In wenigen Tagen laichen mitunter mehrere hundert Moorfrösche an einer Stelle (Explosivlaicher).Zwischen Juni und August sind die Quappen (Larven) in fertige Jungfrösche umgewandelt und verlassen das Gewässer.
Nahrung: Insekten, Spinnen, Würmer, die sie in der Dämmerung und Nacht erjagen.

Die Erdkröte (Bufo bufo)
Merkmale: Die Männchen sind 10 cm, die Weibchen bis zu 13 cm lang. Sie besitzen einen großen Kopf mit einer abgerundeten Schnauze, waagerechte Pupillen und ein kleines Trommelfell. Die rauhe Haut ist mit schwarzen Drüsen übersät.
Färbung: Die Oberseite ihres Körpers hat braune, graue, rötliche olivfarbene Töne. Unterseite ist grauweiß mit dunklen Flecken. Durch ihre Warzen und die Farbtöne auf der Körperoberseite ist die junge Kröte z. B. gut auf Sandböden getarnt und so vor Fressfeinden geschützt (Foto 2).
Fortpflanzung: Ab März/April beginnt die Paarungszeit. Die Männchen klammern sich an die Achseln der Weibchen und „lassen“ sich zum Gewässer tragen, wo das Weibchen ihre zahlreichen Eier (2000 bis 6000 Stück) in Schnüren ablegt, die sie an Wasserpflanzen anheftet. Nach ca. 15 Tagen schlüpfen die Larven (Kaulquappen). Im Juni/Juli, auch manchmal später, verlassen die fertigen kleinen Kröten (1 cm) das Gewässer. An warmen, nassen Tagen sieht man dann hunderte von kleinen Kröten die Wege überqueren. Kröten kehren jedes Jahr wieder an ihr Geburtsgewässer zurück. Sie sind in der Dunkelheit aktiv. Im Winter graben sie sich in die Erde ein und nutzen auch Mäuselöcher.
Nahrung: Ameisen, Käfer, Asseln, Würmer und Nacktschnecken.
Wir Preetzer haben das Glück, dass die Postseefeldmark durch die Anhäufung der Teiche, Tümpel, Gräben und moorigen Flächen eine gute Population an Amphibien vorweist.
Frauke Anders-Gehrke
  • Erdkröte
    Erdkröte
  • Moorfrosch
    Moorfrosch
  • Teichfrosch
    Teichfrosch